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SHELTER Ein offener Raum in der blauen Stunde. Eine Projektion zeigt eine Sequenz die erscheint wie der Blick aus einer Überwachungskamera im reality TV einer amerikanischen Vorstadt-Idylle. Ein Stück Wiese vor einem Haus, ein Stück Gartenschlauch. Vier kleine Bild-im-Bild-Frames zeigen weitere, ähnliche Häuser, diesmal in Reihen, mehr Überblick. Links, zum Fenster gewandt, steht ein graues Zelt. Es ist leer, bis auf ein Handtuch, ein paar weiße Hausslipper und eine Wasserflasche, alles neuwertig, unbenutzt. Über einen blauen LED-Lichtstreifen und ein Kakteenbeet hinweg, sieht man durch bodentiefe Fenster hinaus in die grüne Umgebung. An den Wänden hängen Bilder ähnlicher Häuser wie die in der Projektion. Der Blick geht durch die Vorderwand: Es handelt sich um Gewächshäuser. Innen nur dunkle Erde, Wasserschläuche, auf der gegenüberliegenden Seite die Tür. Wie in einem Immobilienbüro hängen die Aufnahmen der verschiedenen und doch gleichen Häuser akkurat an den Wänden des Raumes. In der Luft liegt ein physisch wahrnehmbares, konstantes Brummen, zwischendurch hört man Rufe die von Vögeln stammen können, und in kurzen Momenten wehen einem Bruchstücke eines Musikstückes aus der Ferne ans Ohr (Pavane - Gabriel Fauré). Wenn man länger steht und blickt, bemerkt man, dass sich die Lichtstimmung im Raum verändert: In der Projektion dämmert es permanent, minütlich geht die Sonne auf und bis ins Mondblau – die "amerikanische Nacht" – wieder unter. In der rechten unteren Ecke des Bildes prangt ein Logo: SHELTER™. (Installationsansicht: Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK), Seeland)